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Das wars.

Der Jean von Welt geht in Rente.

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Irrelevanter John-Cleese-Content der Woche IV

Weil ich immernoch eine Menge bei meinen beiden Lesern gutzumachen habe und mir daran gelegen ist, dass meine zweiköpfige Leserschaft (à propos zweiköpfige Leserschaft: Ich durfte neulich in einem Schriftsatz von einem “fünfköpfigen Familienvater” lesen, aber das gehört eigentlich nicht hierher.) weiterhin bei der Stange bleibt, gibt es heute ein Double-Feature zum Thema “John Marwood Cleese und die Finanzkrise”.

Man hätte eigentlich schon seit dem “Money Song” auf die Idee kommen können, dass der postgegenständliche Emmygewinner für den besten Gastauftritt 1987 mehr Schuld an der Finanzkrise trägt, als es oberflächlich betrachtet den Eindruck macht. Jedenfalls – so scheint es – ist er daran nicht ganz unbeteiligt, dass unsere geschätzten östlichen Nachbarn Kredite à gogo aufgenommen haben, als die Zinsen günstig waren. Eine Strategie, die sich gerechnet haben dürfte wie der Versuch, gegen Deutschland ein null zu null zu halten.

Na dann: Guten Morgen, Polen. Continue reading →

Ceci n’est pas un Blogeintrag

Dies ist kein Blogeintrag. Denn wäre dies einer, er würde ein klitzekleines Erlebnis in meinem Leben aufgreifen, ein scheinbar irrelevantes Detail, und würde es von allen Seiten beleuchten. Er würde es auseinandernehmen, vorsichtig, wie mit einem dieser winzigen Schraubenzieher, die in jedem Werkzeugkoffedabei sind, um die Werbeaussage “250-teilig” gerade noch so aufrechterhalten zu können, bei denen man sich aber gleichtzeitig fragen muss, ob man wirklich jemand bei e-bay einen Werkzeugkoffer kauft, wenn er eigentlích Uhrmacherwerkzeug braucht . Ein Blogeintrag aber bräuchte keinenEbaywerkzeugkoffer, er benutzt die Schraubenzieher ja nur metaphorisch und braucht dazu auch keins dieser Zwitter aus Monokel und Mikroskop, die Ridley Scott aus der Requisite anfordert, wenn er in einem Film aus dem Viktorianischen Zeitalter sagen will, dass jemand ganz präzise arbeitet und gerade etwas unglaublich krass feinmechanisches zusammenbaut, zum Beispiel die fluxkompensatorbetriebene Dampflok, mit der Emmet Brown am Ende von Zurück in die Zukunft im Jahr 1985 auftaucht. Die ist zwar ziemlich riesenhaft, weil ja neben dem Doc auch seine Familie darauf Platz haben müssen, aber die hat bestimmt auch ganz furchtbar fitzelige Kleinteile, für die man so einen Monokelmikroskopzwitter braucht. Oder vielmehgr bräuchte, weil ja der Doc so eine n ganzen Helm hat. Aber der Fil m ist ja auch nicht von Ridley Scott, sondern von Robert Zemeckis. Ein Blogeintrag jedenfalls bräuchte das alles nicht, zumal dies ja auch kein Steampunk-Blog ist, sondern eins, in dem es um mich und mein Leben geht, deshalb steht da ja auch mein Name drauf.

 

Spoiler alert: Dies ist kein Blogeintrag, kann jedoch Spuren von Bandwurmsätzen enthalten.

Spoiler alert: Dies ist kein Blogeintrag, kann jedoch Spuren von Bandwurmsätzen enthalten. Foto: mackz

 

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Auch nicht mein Lebenslauf

Mein Name ist Jean-Baptiste Abel. Ich bin der Sohn von Johann Joachim Christoffel Wenzel Freiherr Abel zu Nollendorf und seiner Nichte dritten Grades väterlicherseits Emilia Cäcilie Walburga Gräfin Abel-Grimmelshausen zu Salm, Salm-Salm und Bochum und wurde im eigens dafür erbauten Jupiter-Pavillon im englischen Teil des Schlossgartens von Palais Beaurepos, dem von Weinbergen umgebenen Stammsitz meiner Familie im Burgund geboren. Bitte verwechseln Sie meine Familie nicht mit dem gelegentlich durch die Gazetten geisternden Stamm der Barone Abel von Witten, die im ausklingenden siebzehnten Jahrhundert aufgrund eines Büroversehens zum protestantischen Glauben übertraten und seitdem nur noch durch gescheiterte Ehen mit Bürgerlichen und allerlei gewöhnliche Petitessen von sich reden machen.

Bis zu meinem zehnten Lebensjahr lebte ich umgeben von meinen sechs Geschwistern glücklich auf dem Stammsitz meiner Großmutter, die wir liebevoll “Frau Gräfin” nannten und erhielt als Erstgeborener von einem Privatlehrer Unterricht in Reiten, Gesellschaftstanz und Standesdünkel. Ich bewunderte oft die wohlbehütete Freiheit, in der meine Geschwister und ihre Verlobten im Schlosspark Crocket spielten und vom Hauspersonal Opern aufführen ließen, während ich auf meine Karriere im forstwirtschaftlichen Betrieb meiner Ahnen vorbereitet wurde. Doch all die Entbehrungen, die mein junges Leben zwischen Fuchsjagd und maßangefertigten Tweedanzügen mir abverlangte, vergaß ich stets, wenn ich meinen Lieblingsdomestiken vor dem Einschlafen auspeitschen lassen konnte.

Der Abschied von den heimischen Ländereien zugunsten meiner Ausbildung am Collège “Louis le Bègue” an der Côte d’Azur fiel mir sehr schwer, doch so sehr mein Privatsekretär es versuchte, mein Vater war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Enttäuscht sandte ich seiner Mätresse Sonette, in denen sich Francesco Petrarca bitterlich über etwas beklagte, was ich nicht richtig verstand. Sie dankte es mir, indem sie mir eine Rolex schenkte, auf deren Rückseite “Ruf mich nie wieder an, Du Pisser. Deine Großtante Mechthild” eingraviert war. Ich vermisse ihre Ironie sehr, seitdem sie – als Jagdgöttin Diana verkleidet – in einer mit Bowle gefüllten Louis-XVI-Badewanne ertrank, nachdem mein Cousin dritten Grades – der spätere Ladislaus VII von Rumänien – aufgrund des Konsums ebenjener Bowle geglaubt hatte, man könne die Marmorputten zum Fliegen bringen, wenn man ihnen nur genug Schwung gebe, und der letzte Flugversuch am Hinterkopf meiner seligen Großtante landete. Wir haben selten wieder so herzlich gelacht.

Zu meinem sechzehnten Geburtstag schenkte mein alter Vater, der mittlerweile Vizekonsul eines mittelamerikanischen Staates geworden war, mir eine Marienkapelle, die fortan meinen religiösen Eifer befeuerte und die ich mit zahlreichen Reliquien und Ikonen aus meiner Sammlung ausstattete. Dennoch wurde mein Leben zusehends härter, da meine Schulnoten an der Johann-der-Kurzatmige-Oberschule für Jungen aus besserem Hause am Genfer See zusehends unter dem Gruppenzwang meiner Klasse litten. Kinder können schrecklich grausam sein, besonders wenn Sie feststellen, dass die Familie eines Klassenkameraden nicht in gerader Linie von Karl dem Großen abstammt. Ich wurde noch schlimmer gehänselt, als herauskam, dass unser Hotelkomplex in Dubai keine eigene Autobahnausfahrt hatte. Erst als mein Vater der Schule einen internationalen Flughafen und eine Urananreicherungsanlage spendete, akzeptierten meine Klassenkameraden mich als einen der Ihren und nahmen mich mit, wenn sie am Wochenende einen Putsch in Südamerika anstifteten oder im Kasino daxnotierte Unternehmen verwetteten.

Seit meinem Abschluss und dem Ankauf eines MBA kümmere ich mich um vermehrt wohltätige Projekte und führe mit meiner Ehefrau, Natascha Freifrau von Borgwart-Berwartstein ein bescheidenes Leben. Dabei kann ich mich endlich meiner wahren Leidenschaft, der Portraitmalerei widmen. Ich genieße es sehr, in eleganter Kleidung für den Maler zu posieren und ihm dabei zu verhelfen, Kunstgeschichte zu schreiben.

Hausrat, irgendjemand?

in einem einmaligen Schritt zur Abstoßung körperlich mit mir herumzuschleppender Einkaufssünden habe ich mich schweren, aber (siehe Anfang des Satzes) sich erleichternden Herzens beschlossen, einige Hausratsgegenstände loszuwerden, die nicht in den Berliner Recall kommen werden. Weil sie aber eigentlich noch gut sind, verschenke ich sie an den ersten, der einen Ansatz von Interesse zeigt. Ansonsten vermache ich diese einmaligen Gegenstände, die ich auf Wunsch gern signiere und mit einem Echtheitszertifikat versehe, dem Fiskus in seiner Gestalt als städtische Entsorgungsunternehmen. Bevor all zu hohe Erwartungen geweckt werden möchte ich feststellen, dass meine Oversize-Pfeffermühle nicht dabei ist. Continue reading →

Motivationserdmännchen der Woche

Tja.

Foto: CC Anguskirk@Flickr

Hm.

Gerade nicht so viel los hier, so im Augenblick.

Bis nächsten Freitag schreibe ich mein zweites Staatsexamen. Morgen Strafrecht, am Donnerstag und Freitag dann öffentliches Recht. Deshalb ist hier noch wird es wohl noch ein bißchen länger nichts los sein. Ich bin halt damit beschäftigt zu hoffen, dass das Prüfungsamt nicht noch mehr Auto-, Bagger- und Kipperprobleme über mir abläd, als ich ertragen kann.

Wünscht mir Glück.

Motivationserdmännchen des Tages

Nach längerer Abstinenz (sowohl vom Lernen wie vom Bloggen) ist es eine Frage der Vorsicht, die es gebietet, langsam wieder anzufangen. Und jeden Erfolg, so klein er sein mag, zu Feiern zu wissen.

Zum Beispiel mit einem Motivationserdmännchen.

meerkat
Creative Commons License photo credit: Leo Reynolds

(mit Sicherheit nicht) Mein Lebenslauf

Am Samstag (!) endet die Meldungsfrist für das zweite Staatsexamen und in Übereinstimmung mit der familiären Stimmung im Saarland fordert das Prüfungsamt von mir einen handgeschriebenen Lebenslauf, um sicher zu gehen, dass ich nicht einen Busfahrer zur Klausur schicke und das Prädikatsexamen aus der Arbeit seiner Klausuren kassiere. Nun gut. Wer mich kennt, weiß dass meine Kreativität eine gewisse überschießende Innentendenz dahingehend aufweist, dass ich mich dieser etwas seltsamen Anweisung gerne einmal widersetze oder durch entsprechende Formulierungen konterkariere. Um dem hier zu entgehen habe ich vorher eine Version meines Lebenslaufs verfasst, die ich, wenn ich mich vom Schalk in meinem Nacken reiten ließe, dem Busfahrer zur Vorlage beim Prüfungsamt vorgelegt hätte.

Nach dem Klick findet meine geschätzte Leserschaft (die zu meinem blanken Entsetzen zu einem nicht unerheblichen Teil neuerdings aus dem Forum “weltwirtschaftskrise.org” zu mir zu gelangen scheint) ebendiesen Arbeitsentwurf. Wie nicht anders zu erwarten, sind Ähnlichkeiten mit meinem tatsächlichen Leben zufällig und eher unbeabsichtigt. Continue reading →

Buchbesprechung: Der Pirat

Als Herausgeber der Zeitschrift für das gesamte Freibeuterwesen und der Piratischen Arr-beitsblätter hat sich One-eyed-Johnny Adamson bereits als piratenrechtliche Koryphäe einen gewissen Ruhm erworben, nun folgt mit dem umfassenden Sammelband “Der Pirat” ein Ratgeber für Studium und Praxis, der das Zeug hat, zum Standartwerk des Seeräuberrechts zu werden.

Arrr!

Auch der Gebrauch von Hoheitszeichen wird ausführlich behandelt

Creative Commons License photo credit: fourthofjuly

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While my Ukulele gently wheeps

Statt eines Bilderrätsels, dessen Lösung “Barack Obama” lautet, neues aus der ohne ersichtlichen Grund völlig unterschätzten Kategorie musikalischer Nerds auf freakingen Instrumenten: nach einer von Lerntaktik geprägten Woche erheiterte mich soeben ein entfernt an den jungen Kai Diekmann erinnernder junger Herr an seiner KazooKeylele, nicht ohne bereits in der Titelwahl darauf hinzuweisen, dass das zweite Staatsexamen in einer zweistelligen Zahl von Tagen droht.