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Über den Jean

Der Autor, in zeitgenössischer Kleidung, an einem Laptop sitzend:

Nennt mich Jean. Der Jean ist ein mittelgroßer junger Mann in seinen besten Jahren: Alt genug, um ein Doppelkinn glaubwürdig rüberzubringen und jung genug, um sich in diesem Internetdings auszukennen. Neben einer Karriere als Bäcker in Albuquerque, New Mexico strebt der Jean von Welt den Erwerb möglichst vieler Staatsbürgerschaften neben der deutschen und französischen, mit denen er geboren wurde, an. Im Augenblick spart er auf die 500$ für die Erlangung der Ehrenbürgerschaft des Staates Texas.

Obwohl der Jean von Welt hauptsächlich Rechtsreferendar ist, kommt er beschämend selten in Versuchung, über juristische Themen zu bloggen. Erstens, weil er glaubt, davon zu wenig zu verstehen, zweitens, weil er davon zu wenig versteht und drittens, weil er am liebsten über Dinge schreibt, die er für unterhaltsam hält.

Und hier liegt schon das Problem dieses Weblogs. Denn was der Jean für unterhaltsam, ja nachgerade lustig hält, löst in weiten Teilen der werberelevanten Zielgruppe bestenfalls ein Stirnrunzeln aus. Das führt dazu, dass der Jean eine Leserschaft hat, die Platz in einem Fiat Uno finden könnte. Und obwohl eine der wenigen Daseinsberechtigungen dieses Blogs darin besteht, das schier unstillbare Geltungsbedürfnis des Jean zu stillen (aber das sagt er natürlich nicht auf Parties), bleibt der Jean von Welt dabei, nur zu schreiben, worauf er gerade Lust hat.

Dem Ergebnis sieht man allerdings an, dass der Jean seinen Humor beim Betrachten seiner Anatomie entdeckt hat. Vielleicht hat sein besorgniserregend kümmerlicher Bartwuchs in ihm die Erkenntnis erweckt, er werde es wohl nie zum Propheten bringen und müsse daher auf Blogger umschulen. Den besserwisserischen Ton hat er jedenfalls behalten.

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Immer auf der Suche nach überlagerten Pointen, abgestandenem Humor und abgelaufenen Kalauern:

der Jean von Welt